Über Saint Augustine

St. Augustine wurde von dem spanischen Admiral Pedro Menéndez de Avilés am 28. August 1565 gegründet, dem Gedenktag des Heiligen Augustinus von Hippo, nach dem die neue Siedlung San Agustín genannt wurde. Bereits vorher gegründete Siedlungen, zum Beispiel die ursprüngliche Kolonie in Pensacola im Westen Floridas (1559–1561) und Fort Caroline, das heutige Jacksonville (bis 1564) wurden wieder aufgegeben. Eine katholische Messe in St.Augustine war der erste christliche Gottesdienst in einer dauerhaften Siedlung auf dem Gebiet der heutigen USA. Der 1566 geborene Martin de Arguelles war das erste Kind europäischer Abstammung, das auf dem Festland der heutigen USA geboren wurde. 21 Jahre später wurden die englischen Siedlungen Roanoke Colony auf Roanoke Island, North Carolina, und Virginia Colony gegründet, 42 Jahre später wurden die erfolgreichen Siedlungen in Santa Fe, New Mexico, und Jamestown, Virginia, gegründet

St. Augustine wird angegriffen

1586 wurde St. Augustine von Sir Francis Drake angegriffen und niedergebrannt. 1668 wurde die Stadt von Piraten geplündert, dabei wurden die meisten Bewohner getötet. 1702 und 1740 wurde St. Augustine erfolglos von britischen Streitkräften aus den neuen Kolonien im heutigen North Carolina, South Carolina und Georgia angegriffen. Letzterer Angriff war der gefährlichere, bei dem sich James Oglethorpe aus Georgia und Ahaya, der Kuhhirte, Häuptling der Alachua-Gruppe der Seminolen, verbündeten und die Stadt belagerten.

Pariser Frieden 1763

1763 beendete der Pariser Frieden den Franzosen- und Indianerkrieg und sprach Florida und damit auch St. Augustine den Briten zu, nachdem sie es nicht geschafft hatten, es gewaltsam zu erobern. Nun unter britischer Herrschaft war St. Augustine während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eine der britischen Krone treue Kolonie. Durch den Frieden von Paris (1783) wurden die Kolonien nördlich von Florida unabhängig, während Florida den Spaniern zugesprochen wurde.

Die Spanier

Zwischen 1784 und 1821 war St. Augustine wieder in spanischer Hand. Spanien selbst wurde während dieser Zeit von Napoleon besetzt und musste um seine Kolonien bangen. Florida hatte für Spanien nicht mehr die frühere Bedeutung, im Gegensatz zu den expandierenden Vereinigten Staaten, denen Florida außerordentlich wichtig war. 1821 wurden die spanischen Kolonien in Florida, und damit auch St. Augustine, mit dem Adams-Onís-Vertrag friedlich an die Vereinigten Staaten übergeben.

Florida wird Bundesstaat

Florida war zunächst ein Territorium der Vereinigten Staaten bis es 1845 ein Bundesstaat wurde. 1861 brach der Sezessionskrieg aus. Florida trat aus der Union aus und trat der Konföderation bei. Schon vorher, am 7. Januar 1861, hatten staatliche Truppen das mit einer Garnison der Union besetzte Fort in St. Augustine eingenommen. Am 11. März 1862 hatten Unionstruppen die Stadt zurückerobert, sie behielten auch für die restlichen Kriegsjahre die Kontrolle über die Stadt. 1865 trat Florida wieder den Vereinigten Staaten bei.

Zahlreiche Gebäude aus der Zeit als spanische Kolonie sind heute noch in der Stadt zu finden, darunter die zwischen 1672 und 1695 erbaute Festung Castillo de San Marcos. Sie konnte im 18. Jahrhundert erfolgreich gegen die britischen Angriffe verteidigt werden und wurde während des Sezessionskrieges von Unionstruppen besetzt. Später wurde der Indianerhäuptling Osceola dort interniert.

Henry Flagler

Ende des 19. Jahrhunderts bekam St. Augustine einen Eisenbahnanschluss. Angeführt von dem Industriellen Henry Flagler wurde die Stadt zu einem Winterwohnsitz der reichen Oberschicht. Mehrere der in dieser Zeit errichteten Villen und Hotels stehen heute noch und werden unter anderem vom Flagler College und von Museen genutzt. Flagler war am weiteren Ausbau der Ostküste Floridas maßgeblich beteiligt, zum Beispiel erbaute er die Florida East Coast Railway, die 1912 schließlich Key West erreichte.Durch die gut erhaltene Architektur der Zeit der spanischen Kolonialisierung und des 19. Jahrhunderts wird St. Augustine heute von zahlreichen Touristen besucht. 1938 wurde südlich der Stadt der Themenpark Marineland eröffnet, einer der Freizeitparks der USA.

Nightlife und Ausgehtipps

St. Augustine als berühmte und historische Stadt in den USA verfügt über eine Vielzahl von Aktivitätsmöglichkeiten. Besonders in der Zeit von Donnerstags bis Samstags öffnen alle Clubs, Lokale und Bars. In dieser Zeit tümmeln sich auch die meisten Touristen in der historischen Altstadt.

Einige Empfehlungen, je nach Geschmack und persönlichem Interesse für Ihren Aufenthalt in St. Augustine:

A1A Alehouse

www.a1aaleworks.com
Das A1A Alehouse in St. Augustine ist beliebter Ausflugsort. Neben einer gemütlichen Atmosphäre in einem historischen Holzgebäude wird hier das eigene Bier gebraut, das Sie auch als Biersuppe zu Ihrem Dinner genießen können.

JP Henleys

www.jphenleys.com
J.P. Henleys befindet sich nur etwa 500m entfernt von dem A1A Alehouse. Es ist ein beliebter Treffpunkt, besonders wegen des internationalen Bier-und Weinangebotes. So finden Sie hier neben Bier- und Weinsorten aus aller Welt auch deutsches Bier, wie z.B. Hefeweizen. Wer Heimweh verspürt, der ist hier richtig aufgehoben.

Stogies

Wer Jazz-Musik und ein modernes, gemütliches und gediegenes Ambiente mag, der ist hier richtig. Stogie´s ist ein Raucherlokal mit internationalem Bier-und Weinangebot. Im Hinterteil des Lokals befindet sich ein klimatisierter Zigarrenshop auf höchstem Niveau. Hier finden Sie viele Zigarren, auch die beliebten kubanischen Zigarren. Bei Ihrem internationalen Wein oder Bier und Live-Musik können Sie Ihre Zigarre direkt von Ort genießen. Unser Geheimtip.

Panama Hatties

Dieses Restaurant hat zwei Gesichter. Direkt an den St. Augustine Beaches gelegen, ist diese Strandbar über Tag und innerhalb der Woche ein nettes Restaurant, das alle kulinarischen Möglichkeiten bietet. Von Donnerstags bis Sonntags ist diese Bar der “Disco-Tip”. Hier geht dann die Luzie ab. Überwiegend junges Publikum, auch viele Studenten des Flagler-Colleges feiern hier ausgiebig.

Weitere Ausgeh-Tips erhalten Sie auch in unserer Flugschule.